Mitteldeutsche Zeitung: Bundeswehr-Reform im Bundestag Verbandschef Kirsch beklagt Defizite

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Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes,
Ulrich Kirsch, hat angesichts der heutigen Bundestags-Debatte über
den Stand der Bundeswehr-Reform Defizite beklagt. „Das ist eine
Riesengroßbaustelle“, sagte er der in Halle erscheinenden
„Mitteldeutschen Zeitung“ (Online-Ausgabe). „Wir haben seit 1990
sechs Reformen hinter uns, von denen die eine die andere überlappt.
Wenn jetzt nicht schleunigst nachgesteuert wird, dann sieht–s nicht
gut aus um diese Reform.“ Kirsch forderte im Einzelnen: „Wir müssen
endlich einen Rhythmus erreichen von vier Monaten Einsatz und zwanzig
Monaten einsatzfreier Zeit. Bei 50 Prozent der Soldaten funktioniert
das nach wie vor nicht. Außerdem haben wir eine Riesenherausforderung
mit den Beförderungszeiten. Fünf von sieben Unteroffizieren warten
auf ihre Beförderung und zwei von drei Offizieren. Auch die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist bei Soldaten nach wie vor
nicht genügend berücksichtigt.“ Und schließlich litten die
Streitkräfte an Unterfinanzierung, so Kirsch. Verteidigungsminister
Thomas de Maizière (CDU) wird am Donnerstag eine Regierungsklärung
zum Stand der Neuausrichtung der Bundeswehr abgeben. Für die Debatte
sind über zwei Stunden vorgesehen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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