Mitteldeutsche Zeitung: DDR-Geschichte Stasi-Akten aus Eisleben sind wieder rekonstruiert

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Erstmals konnten tausende Stasi-Akten aus dem
einstigen Bezirk Halle per Hand rekonstruiert werden. Die Unterlagen
stammen aus der Kreisdienststelle des DDR-Geheimdienstes in Eisleben
(Mansfeld-Südharz). Das berichtet die in Halle erscheinende
Mitteldeutsche Zeitung (Dienstag-Ausgabe). Die im Wendeherbst 1989
von den Stasi-Mitarbeitern grob zerrissenen Dokumente wurde von einer
Projektgruppe der Stasi-Unterlagen-Behörde wiederhergestellt und an
die Außenstelle in Halle übergeben. Dort werden sie derzeit gesichtet
und archiviert.

„Damit schließen wir eine große Lücke in unserem Bestand“, sagt
Außenstellen-Leiterin Marit Krätzer. Sie betont die Bedeutung der
Akten. „Noch nie konnten wir eine so große Menge rekonstruierter
Dokumente einer Kreisdienststelle in unser Archiv aufnehmen.“ Die
Unterlagen seien sehr wichtig für die Aufarbeitung der
Stasi-Geschichte im ehemaligen Bezirk Halle. „Viele Bürger können
durch sie Klarheit darüber bekommen, was der DDR-Staat über sie
wusste.“ Die rekonstruierten Akten werden in den nächsten Wochen in
die Datenbanken der Behörde eingearbeitet und damit wieder nutzbar.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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