Mitteldeutsche Zeitung: Demografischer Wandel Koschig: Abstriche bei der Infrastruktur machen

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Dessaus Oberbürgermeister Klemens Koschig
(parteilos) fordert angesichts knapper Kassen, Abstriche bei
Standards für die Infrastruktur zu machen. „Wir leben auf einem
wahnsinnig hohen Niveau, das wir nicht weiter finanzieren können“,
sagte er der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung
(Mittwoch-Ausgabe). Auch im ländlichen Raum müsse in jeden Ort eine
Straße führen – selbst wenn dort nur noch drei Familien wohnten.
„Aber muss diese, wie heute gesetzlich vorgeschrieben, unbedingt
zweispurig sein?“, fragt er. „Reicht es nicht aus, beispielsweise
alle 100 Meter eine Ausweichstelle einzurichten? Oder wenn es wie
früher einen Sandstreifen gibt?“ Da gebe es jede Menge
Bedenkenträger. Koschig lehnt es aber ab, Dörfer abzuhängen. „Das
ist mit der Verfassung gar nicht vereinbar“, unterstreicht er. Er
äußerte sich vor dem Hintergrund einer vom Bauhaus Dessau
angestoßenen Diskussion über den demografischen Wandel.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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