Mitteldeutsche Zeitung: Deutsche Einheit Ex-Außenminister Genscher: Innere Vereinigung ist schneller verlaufen, als man hätte erwarten können

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Halle. Der frühere Außenminister Hans-Dietrich
Genscher hat in einem Gastbeitrag für die in Halle erscheinende
Mitteldeutsche Zeitung (Wochenendausgabe) eine persönliche Bilanz
zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit gezogen. Genscher zufolge
verlief die „innere Vereinigung schneller, als man das nach so langer
Trennung beider deutscher Staaten erwarten können“. Als
selbstverständlich werde heute zudem empfunden, „dass
Deutschland-West und Deutschland-Ost nicht mehr die beiden
Grenzstaaten in Mitteleuropa sind, sondern das vereinte Deutschland
die Mitte des Kontinents ausmacht. Mit all den Erwartungen und mit
der Verantwortung, die das mit sich bringt.“

Mit Blick in die Zukunft schreibt Genscher, dass es uns Deutschen
auf Dauer nicht gut gehen könne, wenn es den europäischen Völkern um
uns herum auf Dauer schlecht gehen würde. „Mein Wunsch ist, dass
Deutschland im Herzen des Kontinents in jeder Hinsicht ein Land des
guten Beispiels wird. Und dass es sich stets bewusst sein wird, einen
dauerhaften weltweiten Frieden werden wir nur erreichen, wenn die
neue globale Weltordnung überall in der Welt als gerecht empfunden
werden kann. Dann wird es keine Flüchtlingsströme mehr geben. Dann
wird man die Friedenssicherung als eine weltweite Aufgabe empfinden.“

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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