Mitteldeutsche Zeitung: Eingemauertes Wahllokal für Migranten Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

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Die Ermittlungen im Fall der von unbekannten Tätern
zugemauerten Geschäftsstelle des Migranten-Netzwerks Lamsa in Halle
sind eingestellt worden. Das berichtet die in Halle erscheinende
Mitteldeutsche Zeitung (Freitag-Ausgabe). Einen Tag vor der
Landtagswahl sollte dort eine Probewahl für Migranten stattfinden, um
diesen das deutsche Wahlsystem näher zu bringen. Die Probewahl konnte
letztlich nicht stattfinden. Später bekannte sich eine Gruppierung
der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ im Internet zu der Aktion.
„Für uns ist das sehr enttäuschend“, sagt Lamsa-Geschäftsführer
Mamad Mohamad. „Die Staatsanwaltschaft hat uns mitgeteilt, dass man
keinen Täter ermitteln konnte.“ Das war schon im Juni, wurde aber
erst jetzt bekannt. Ein Sprecher der Behörde bestätigte das am
Donnerstag. Demnach nahm die Staatsanwaltschaft das
Bekennerschreiben im Netz zwar zur Kenntnis – verzichtete aber
darauf, Akteure aus der Identitären-Gruppierung zu befragen. „Es gab
keine Beweise, mit denen man jemanden hätte konfrontieren können.“
Henriette Quade findet das befremdlich. „Die Entscheidung ist schwer
nachvollziehbar, gerade weil es das Bekenntnis im Netz gibt und weil
bekannt ist, wer zu der Gruppe gehört“, sagt die hallesche
Landtagsabgeordnete der Linken.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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