Mitteldeutsche Zeitung: Flüchtlinge Nur 20 Prozent der Straftaten gegen Asylbewerber-Unterkünfte werden aufgeklärt

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Nur rund ein Fünftel aller Straftaten gegen
Flüchtlingsunterkünfte wurde zuletzt aufgeklärt. Das berichtet die in
Halle erscheinende „Mitteldeutsche Zeitung“ (Samstag-Ausgabe) unter
Berufung auf Angaben des Bundesinnenministeriums und des
Bundeskriminalamtes zum ersten Quartal 2015. Demnach gab es von
Anfang Januar bis Ende März 71 Delikte, „bei denen die Unterkunft
selbst Tatort oder direktes Angriffsziel war“. Davon waren 54
Straftaten dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen. Zu 16 der 71
Straftaten konnten insgesamt 26 Tatverdächtige ermittelt werden. Das
entspricht einer Aufklärungsquote von rund 22 Prozent. Wie es weiter
hieß, wurden 22 der 71 Straftaten des ersten Quartals im Gemeinsamen
Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum Rechts erörtert. Mit fünf
Fällen habe sich bis Anfang Mai der Generalbundesanwalt beschäftigt.
Das Bundesinnenministerium hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass es im
ersten Halbjahr 2015 schon mehr Angriffe auf Asylbewerberheime
gegeben habe als im gesamten Vorjahr.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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