Mitteldeutsche Zeitung: Fremdenhass Rechtsextremismus-Forscher erwartet eine Eskalation der Gewalt gegen Asylsuchende

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Der Rechtsextremismus-Experte Bernd Wagner, Gründer
der Aussteiger-Initiative Exit Deutschland, hat davor gewarnt, dass
die Übergriffe von Rechtsextremisten auf Flüchtlinge und ihre Helfer
bald auch Todesopfer fordern könnten. „Da ist bis hin zu Morden alles
möglich“, sagte er der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen
Zeitung“ (Dienstag-Ausgabe) vor dem Hintergrund der neuesten
Gewalttaten. „Ich schließe Todesfälle nicht aus. Sie werden
beabsichtigt oder billigend in Kauf genommen. Denn wer Deutschland
retten will, der muss den Tod in Kauf nehmen. Das ist die Idee.“
Wagner prophezeite: „Die Lage wird wahrscheinlich weiter eskalieren.
Die Zahl der Straftaten und deren Intensität könnten noch zunehmen.
Die militante Szene wächst.“ Dort herrsche die Auffassung vor, dass
gegen das demokratische System und alle, die es trügen, Widerstand zu
leisten sei – und zwar im Stil eines Partisanenkrieges, so der
Rechtsextremismus-Experte. Und weil die Sicherheitsbehörden ein Auge
auf die Szene geworfen hätten, gelte das Prinzip des „führerlosen
Widerstandes“. Diesem sei Tür und Tor geöffnet, und er könne überall
zuschlagen. Der „führerlose Widerstand“ sei jedenfalls hoch
gefährlich und seine Existenz „keine gute Nachricht“. Denn wären die
Übergriffe zentral organisiert, wären sie auch leichter zu bekämpfen,
betonte Wagner.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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