Mitteldeutsche Zeitung: Gesundheit So viele Sachsen-Anhalter wie noch nie haben sich 2015 bei Knochenmarkspenderdatei registrieren lassen

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In Sachsen-Anhalt haben sich im vergangenen Jahr 18
200 Menschen bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS)
registrieren lassen. Das teilte die gemeinnützige Gesellschaft auf
Anfrage der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung
(Sonnabend-Ausgabe) mit. Die Zahl der potenziellen Stammzellspender
erhöhte sich damit um 70 Prozent. Der Anstieg ist im bundesweiten
Schnitt ein Spitzenwert. Zum Vergleich: In ganz Deutschland wuchs die
Zahl nur um sieben Prozent. Der hohe Anstieg bei den Registrierungen
sei laut DKMS in allen neuen Bundesländern zu beobachten gewesen. Der
Hintergrund dafür ist, dass das Aufholpotenzial hoch sei, erklärt
Sprecherin Anke Fünfstück: „In Ostdeutschland gibt es im Vergleich
wenige Spender.“ Das zeigt sich daran, dass durch die DKMS in
Sachsen-Anhalt erst 44 200 Menschen typisiert wurden. Das ist zwar
ein Spitzenwert in 25 Jahren. Doch in Nordrhein-Westfalen sind es im
Vergleich dazu mit etwa 917000 über 20-mal so viele. Bundesweit sind
es in allen 26 bestehenden Spenderdateien – die DKMS ist die mit
Abstand größte – insgesamt 6,4 Millionen Menschen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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