Mitteldeutsche Zeitung: Hilfe für Flüchtlinge Kommunen können wegen monatelanger Vergabeverfahren kurzfristig ihre Kapazitäten nicht ausbauen.

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Die Landkreise in Sachsen-Anhalt stoßen bei der
Aufnahme von Flüchtlingen an ihre Grenzen. Das berichtet die in Halle
erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Sonnabend-Ausgabe). Das
Bau-Vergaberecht behindert eine schnelle Reaktion, ohne eine rasche
Lösung könnten die Kreise gezwungen sein, die Flüchtlinge in Zelten
und Turnhallen unterzubringen. „Wir brauchen ein vereinfachtes
Vergabeverfahren. Es eilt, schon jetzt funktioniert das mehr schlecht
als recht“, sagt der Wittenberger Vize-Landrat Jörg Hartmann.

Die Flüchtlingszahlen sind wegen weltweiter Krisen und Kriege
stark angestiegen. 2009 waren noch 817 Asylsuchende nach
Sachsen-Anhalt gekommen, 2014 waren es 6 618, und für das laufende
Jahr erwartet das Landesinnenministerium bis zu 18 000. Das Land ist
für die Erstaufnahme und Verteilung der Asylsuchenden zuständig, die
Unterbringung obliegt den Kommunen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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