Mitteldeutsche Zeitung: Innenpolitik/Sachsen-Anhalt Professor protestiert gegen Merkel: „Ich bin unsicher, ob wir das schaffen“

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Der Merseburger Chemieprofessor Thomas Rödel
verteidigt seine Störaktion gegen die Flüchtlingspolitik der
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Ich bin unsicher, ob wir das
schaffen. Das wollte ich mit der Aktion zum Ausdruck bringen“,
sagte Rödel der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung
(Mittwochausgabe). Rödel hatte am Montag bei der Eröffnung des neuen
Fraunhofer-Instituts in Halle die Rede der Kanzlerin unterbrochen
und unter anderem gerufen, dass er von ihr als Physikerin eine
„verantwortungsvollere“ Politik erwarte. Rödels Arbeitgeber, die
Hochschule Merseburg, hat sich mittlerweile von ihm distanziert und
prüft juristische Konsequenzen. Rödel war als Vertreter der
Hochschule vor Ort. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff
(CDU), der Montag ebenfalls vor Ort war, äußerte sich entspannt zu
Rödels Aktion. „So ist Demokratie. Ab und zu gibt es da auch
Zwischenrufe. Dafür sind wir schließlich auf die Straße gegangen“,
sagte er der Zeitung. Der zuständige Wissenschaftsminister Hartmut
Möllring (CDU) will nicht eingreifen: „Für schlechtes Benehmen ist
jeder selbst verantwortlich.“ Er äußerte sich aber auch kritisch zu
Rödels Aktion: „Man muss sich manchmal wundern, wer alles einen
Professorentitel bekommt.“

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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