Mitteldeutsche Zeitung: Innere Sicherheit/ Polizei in Sachsen-Anhalt klärt weniger Fälle auf

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Halle. Die Aufklärungsquote der Polizei in
Sachsen-Anhalt wird schlechter. Das berichtet die in Halle
erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Montag-Ausgabe). Im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum konnte die Polizei in den ersten sieben Monaten
dieses Jahres 5 220 Straftaten weniger aufklären – für
SPD-Innenexperte Rüdiger Erben eine Folge der Polizeireform. Die
Aufklärungsquote sank deutlich: Konnte die Polizei von Januar bis
August 2014 noch 57 Prozent der 133 000 Delikte aufklären,
waren es nach einer der MZ vorliegenden Statistik des
Innenministeriums bis August 2015 nur 53,8 Prozent der 131 000
Straftaten. Besonders stark sank die Aufklärungsquote im Bereich der
Polizeidirektion Süd um 4,8 Prozentpunkte auf 51,1 Prozent.

Für Erben ist der „Einbruch der Quote“ Folge der im
Polizeistrukturreform von Innenminister Holger Stahlknecht (CDU).
„Ich hatte das prognostiziert, ich hatte davor gewarnt, eine Reform
zu machen, wo kein Stein auf dem anderen bleibt“, sagte Erben.
Stahlknecht habe im Zuge der Polizeireform in „erheblichem Maße“
Personal aus der Kriminalpolizei abgezogen, um das Modell der
Streifenbereiche zu realisieren.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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