Mitteldeutsche Zeitung: Justiz Im Knast fehlen Ausbilder

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Aufgrund des Personalmangels in Sachsen-Anhalts
Gefängnissen sehen Oppositionspolitiker die Resozialisierung junger
Straftäter in Gefahr. Das berichtet die in Halle erscheinende
Mitteldeutsche Zeitung (Donnerstag-Ausgabe). Angesichts spürbarer
Lücken in den Ausbildung- und Lehrbetrieben der
Justizvollzugsanstalten (JVA) kritisierte Eva von Angern,
rechtspolitische Sprecherin der Linken im Landtag, „das Problem ist
mittlerweile in der Jugendanstalt angekommen“. Das sei fatal, weil
gerade bei jugendlichen Straftätern die Resozialisierung
erfolgsversprechend sei und zwingend gefördert werden müsse1.

Das Personalproblem in Sachsen-Anhalts Jugendhaftanstalt in
Raßnitz (Saalekreis) zeigt sich insbesondere in der Entwicklung der
klassischen Berufsausbildung: Von ehemals vier Optionen droht aktuell
mittlerweile die dritte wegzufallen. Seit 2005 halbierte sich das
Ausbildungspersonal von 31 auf 17 Stellen. Anstaltsleiter
Klaus-Dieter Schmidt sagte, die Suche nach Lehrkräften laufe
schleppend, „so wie auch außerhalb der Gefängnisse“. Verstärkt
greifen Anstalten daher mittlerweile auf Honorarkräfte zurück. Das
CDU-geführte Justizressort will das Personalkonzept noch 2017
überarbeiten. Es werde geprüft, welche und wie viele Ausbilder
künftig nötig seien. Im Raum stehen stärkere Kooperationen mit
externen Bildungsträgern. Die Resozialisierung der Täter ist in
Deutschland erklärtes Ziel des Haftvollzugs.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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