Mitteldeutsche Zeitung: Kanzlerin besucht Heidenau Vizechef der Linksfraktion Bartsch: Merkel musste dahin getragen werden

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Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion
im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat sich distanziert zum
bevorstehenden Besuch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der
Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Heidenau geäußert. „Frau Merkel
musste dahin getragen werden“, sagte er der in Halle erscheinenden
„Mitteldeutschen Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe). „Man sieht, dass
gesellschaftlicher Druck nunmehr diese Symbolhandlung durchgesetzt
hat.“ Bartsch fügte hinzu: „Entscheidend werden die praktischen
Konsequenzen sein. Sie muss in den anstehenden Haushaltsberatungen
nachhaltig Mittel für Länder und Kommunen bereitstellen, eine
fortschrittliche europäische Flüchtlingspolitik durchsetzen und
Fluchtursachen entschlossener bekämpfen.“ Regierungssprecher Steffen
Seibert hatte am Dienstag nach vielfacher Kritik und entsprechenden
Aufforderungen mitgeteilt, dass Merkel nach Heidenau fahren werde.
Dort war es am Wochenende zu fremdenfeindlichen Ausschreitungen
gekommen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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