Mitteldeutsche Zeitung: Linke Wagenknecht-Kandidatur sorgt für Zündstoff

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Die wahrscheinliche Kandidatur der stellvertretenden
Vorsitzenden der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, für den
Fraktionsvorsitz sorgt in der Linken für neuen Zündstoff. „Alle, die
sich zu der Frage Doppelspitze und Kandidatur vor dem Bundesparteitag
äußern, haben politisch wenig Verstand“, sagte der stellvertretende
Fraktionsvorsitzende Dietmar Bartsch der in Halle erscheinenden
„Mitteldeutschen Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe). Mehrere Abgeordnete
erwägen nach Informationen des Blattes, die Fraktion zu verlassen,
sollte die 42-Jährige dennoch den Platz neben dem bisher alleinigen
Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi einnehmen. Wagenknechts Kritiker
bestreiten ihre Qualitäten nicht. Sie sei klug und habe Ausstrahlung,
heißt es. Doch obwohl Wagenknechts Mitgliedschaft in der
„Kommunistischen Plattform“ mittlerweile ruhe, werde ihre Wahl als
Linksrutsch gewertet. Und schließlich müssten Führungsleute auch von
denen akzeptiert werden können, die sie nicht gewählt hätten. Der
Parteitag findet vom 21. bis 23. Oktober in Erfurt statt. Die neue
Fraktionsführung soll am 8. November bestimmt werden.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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