Mitteldeutsche Zeitung: Mitteldeutscher Verkehrsverbund/ Pro-Bahn kritisiert unübersichtliche Tarife für Stadion- und Konzertbesucher

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Halle. Der Fahrgastverband Pro Bahn hat deutliche
Kritik am Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) geübt. Das berichtet
die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Montag-Ausgabe).
Grund sind die uneinheitlichen und teils schwer verständlichen
Regelungen, die der MDV mit Veranstaltern von Messen, Konzerten und
Fußballspielen zur Nutzung der Tickets als kostenlose Fahrausweise
getroffen hat. „Das ist fatal und erzeugt bei Besuchern und
Fahrgästen nur unnötig Missstimmung“, bemängelte Pro-Bahn-Sprecher
Carsten Schulze. Wer etwa aus Halle mit der Bahn zu einem Spiel von
RB Leipzig fahren möchte, der muss zunächst für 4,40 Euro einen
Fahrschein bis Großkugel (Saalekreis) lösen und kann erst danach
von dort im selben Zug kostenlos mit dem Stadion-Ticket
weiterfahren. „Das ist lächerlich und birgt zudem die Gefahr, dass
Fans in die Schwarzfahrer-Falle tappen“, betonte Schulze. Der Grund
für das Wirrwarr liegt für ihn auf der Hand. „Alle Akteure versuchen
zu geizen, keiner will das Geld für die bei Großveranstaltungen
anfallenden Zusatzkosten auf den Tisch legen.“ Der MDV äußerte sich
auch auf mehrfache Nachfrage nicht zu dem Thema.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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