Mitteldeutsche Zeitung: Opferrente Vorsitzender der Opferverbände: Täter stehen viel besser da als Opfer

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Der Vorsitzende der Union der Opferverbände
Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), Rainer Wagner, sieht die
Opfer der SED-Diktatur auch 25 Jahre nach dem Mauerfall als krass
benachteiligt. „Die Täter stehen 25 Jahre nach dem Mauerfall immer
noch viel besser da als die Opfer“, sagte er der in Halle
erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe). „Der
Durchschnitt der Systemangepassten ist finanziell weit über unserem
Durchschnitt.“ Abhilfe sei nicht in Sicht. „Was bis zum 3. Oktober
2015 nicht passiert, das wird nicht mehr kommen“, erklärte Wagner mit
Blick auf den 25. Jahrestag der Vereinigung im kommenden Jahr.
„Selbst im Bericht zur deutschen Einheit sind wir maximal noch eine
Fußnote.“ Anlass ist die Erhöhung der SED-Opferrente von 250 auf bis
zu 300 Euro. „Das ist ein Almosen“, beklagte der UOKG-Vorsitzende.
„Wir empfinden das fast als eine Beleidigung.“

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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