Mitteldeutsche Zeitung: Plagiatsaffäre Vroniplag-Sprecher Dannemann weist im Fall von der Leyen den Vorwurf einer politischen Motivierung zurück

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Der Sprecher der Plagiatsplattform Vroniplag Wiki,
der Berliner Professor Gerhard Dannemann, hat betont, dass der
Hinweis auf ein mögliches Plagiat von Verteidigungsministerin Ursula
von der Leyen (CDU) nicht politisch motiviert sei. „Im Wiki herrscht
ganz große Einhelligkeit, dass man Politiker nicht besser und nicht
schlechter behandelt als andere“, sagt er der in Halle erscheinenden
„Mitteldeutschen Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe). Und darüber, ob man den
möglichen Plagiatsfall von der Leyen veröffentliche, habe es mehrere
Diskussionen gegeben. Über die medizinische Doktorarbeit der
Verteidigungsministerin von der CDU habe sich aber „so viel
angesammelt, dass der einzige Grund, ihn nicht zu veröffentlichen,
der gewesen wäre, dass Frau von der Leyen Ministerin ist. Und das
wollte auch keiner.“ Dannemann gestand, dass „einige aus der
Gründerriege ganz scharf darauf“ gewesen seien, Politiker zu jagen.
Die aber seien kaum mehr aktiv. Im Übrigen habe man bisher 152
Berichte veröffentlicht – und 230 nicht, weil die Verstöße als zu
leicht befunden worden seien. Unter den Betroffenen seien keine 20
Politiker, Tendenz fallend. Der Professor erklärte: „Mir geht es um
wissenschaftliche Integrität.“ Die Medizinische Hochschule Hannover
prüft, ob die medizinische Dissertation der Ministerin aus dem Jahr
1990 ein Plagiat ist.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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