Mitteldeutsche Zeitung: Politik / Flüchtlinge Land vertagt Entscheidung zu Zast in Halle

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Der Bau einer zweiten Zentralen Anlaufstelle für
Asylbewerber (Zast) in Halle liegt auf Eis. Das Magdeburger
Finanzministerium stoppte am Montag die geplante endgültige
Billigung des Vertrages im Kabinett, berichtet die in Halle
erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Dienstagausgabe). Die
Entscheidung sei eine Reaktion auf die unterschiedlichen Angaben zu
den zu erwartenden Flüchtlingszahlen in Sachsen-Anhalt, sagte
Finanzstaatssekretär Jörg Felgner. Das Innenministerium gehe von 30
000 Flüchtlingen auch in den kommenden Jahren aus, Ministerpräsident
Reiner Haseloff (CDU) hatte hingegen erklärt, nur maximal 11 000 pro
Jahr seien ab 2016 verkraftbar. SPD-Fraktionschefin Katrin Budde hat
Haseloff daher erneut aufgefordert, zur Zahl 30 000 zu stehen.
Andernfalls machten Investitionen wie in Halle keinen Sinn, bei
lediglich 11 000 Asylsuchenden pro Jahr würde auch die erweiterte
Zast in Halberstadt ausreichen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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