Mitteldeutsche Zeitung: Rechtsextremismus Grünen-Innenpolitikerin Mihalic will Verfassungsschutz-Präsident Maaßen im NSU-Ausschuss sehen

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Die innenpolitische Sprecherin der grünen
Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, hat gefordert, dass der Präsident
des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, noch am
Donnerstag in den NSU-Untersuchungsausschuss kommt, um Auskunft zu
geben zu den neuesten Ungereimtheiten im Fall des V-Mannes „Corelli“.
„Im Bundesamt herrscht Chaos“, sagte sie der in Halle erscheinenden
„Mitteldeutschen Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe). „Und es gibt einen,
der für dieses Chaos verantwortlich ist, und das ist die Hausspitze,
also der Präsident selbst. Deshalb muss er Rede und Antwort stehen
und kann sich nicht mehr verstecken.“ Mihalic fügte fragend hinzu:
„Was ist mit diesen SIM-Karten? Was ist mit diesem Handy? Und wie
kommt es eigentlich, dass wir da einen Ermittlungsbeauftragten des
PKGr hatten, der über Monate zu Corelli ermittelt hat und dem die
volle Unterstützung des Bundesamtes zugesichert wurde – mit dem
Ergebnis, dass er einen Bericht abliefert und dann jede Woche etwas
Neues aufploppt? Das kann nicht sein.“ Nach Informationen von
„Süddeutscher Zeitung“, WDR und NDR sind nach dem Fund eines von
V-Mann „Corelli“ benutzten Handys nun auch noch weitere Sim-Karten
aufgetaucht, die „Corelli“ vor seinem Tod 2014 benutzt hatte.
„Corelli“ galt lange als eine Schlüsselfigur im Skandal um das
rechtsterroristische NSU-Trio. Er kannte den mutmaßlichen
NSU-Terroristen Uwe Mundlos. Kontakte zum NSU während der Zeit im
Untergrund konnten ihm bislang jedoch nicht nachgewiesen werden.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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