Mitteldeutsche Zeitung: Rechtsextremismus Nebenklage im NSU-Prozess hält Zschäpe für nicht entlastet

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Der Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler, Vertreter der
Nebenklage im NSU-Prozess, wertet die jüngste Aussage der
Hauptangeklagten Beate Zschäpe vor dem Oberlandesgerichts München
nicht als entlastend. „Sie hat nur das zugegeben, was ohne beweisbar
war“, sagte er der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“
(Freitag-Ausgabe). „Sie hat keine Sensationen aufgetischt.“ Vielmehr
habe Zschäpe auch nach dem Tod von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos „wie
am Schnürchen funktioniert. Sie hat die Wohnung abgebrannt und dabei
den Tod von drei Menschen in Kauf genommen. Und sie hat die
Bekenner-Videos verschickt. Das sind Vorgänge, die für sich sprechen
und die man auch nicht wegdiskutieren kann.“ Der von ihr belastete
Mitangeklagte André Eminger habe ohnehin mit einer Verurteilung
rechnen müssen, betonte Daimagüler und fuhr fort: „Ihre erste Aussage
war verheerend. Und ihren Anwälten war klar, dass jetzt mal Butter
bei die Fische musste.“ An Zschäpes offensichtlicher Schuld ändere
das nichts.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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