Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/AfD Weißenfelser OB Risch verwehrt der AfD den Zugang zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich des Kriegsendes

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Erneut hat der Weißenfelser Oberbürgermeister Robby
Risch (parteilos) Mitgliedern und Anhängern der Partei Alternative
für Deutschland (AfD) den Zugang zu einer Gedenkveranstaltung der
Stadt verwehrt. Das berichtet die in Halle erscheinende
Mitteldeutsche Zeitung (Samstagausgabe). Am Donnerstag ließ er den
AfD-Landtagsabgeordneten und Landesvorsitzenden André Poggenburg vor
der Tür stehen, als im Weißenfelser Schloss des Einzugs der
Amerikaner und der Befreiung der Stadt vor 72 Jahren gedacht wurde.
Risch berief sich dabei auf das Hausrecht. Demnach könne der
Veranstalter „Personen, die extremistischen Parteien oder
Organisationen angehören oder bereits in der Vergangenheit durch
rassistische, nationalistische oder sonstige menschenverachtende
Äußerungen oder Handlungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt
… verwehren“. Der Oberbürgermeister bezieht sich dabei vor allem
auf Aussagen des thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke am 17.
Januar 2017 in Dresden zum Holocaust-Mahnmal in Berlin und seine
Forderung nach einer erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad.
Poggenburg gilt als Unterstützer Höckes und kritisierte seinen
Ausschluss von der Gedenkveranstaltung als „undemokratisch und
intolerant“. Er will den Vorfall prüfen lassen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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