Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Innenpolitik Homophober Zwischenruf: Landtagspräsident lehnt Protokolländerung ab

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Sachsen-Anhalts Landtagspräsident Hardy Peter Güssau
(CDU) hat die Protokoll-Korrektur zu dem schwulenfeindlichen
Zwischenruf des AfD-Abgeordneten Andreas Gehlmann abgelehnt. Das
berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung
(Dienstagausgabe). Gehlmann hatte während einer Parlamentsdebatte
indirekt Gefängnisstrafen für Homosexuelle gefordert. Der Fall hatte
bundesweit Empörung ausgelöst. Gehlmann habe nicht bestritten, die
Worte „Das sollten wir in Deutschland auch machen“ gesagt zu haben,
als es in einer Asyl-Debatte um Haftstrafen für Homosexuelle in den
Maghreb-Staaten ging. Im Brief an den AfD-Mann formuliert Güssau
scharf, Gehlmann habe seine Wortwahl ja selbst bestätigt – nicht
ohne anschließend zu betonen, er habe den „Zwischenruf im
Videomitschnitt (…) trotz mehrmaligen, aufmerksamen Studiums nicht
feststellen können.“ Gehlmann behauptete, seine Worte seien an
anderer Stelle gefallen, als im Protokoll vermerkt. Güssau hielt
dagegen, dies ergebe grammatikalisch keinen Sinn.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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