Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Innenpolitik Straftaten und Alkohol: Land kassiert häufiger Waffenkarten

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In Sachsen-Anhalt werden zunehmend mehr
Waffenbesitzkarten zurückgenommen oder widerrufen. Insgesamt wurden
in den vergangenen fünf Jahren 247 Karten eingezogen, 160 davon
allein in den vergangenen drei Jahren. Das ist das Ergebnis einer
Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage durch die
AfD-Fraktion. „Die Entwicklung der Rücknahmen waffenrechtlicher
Erlaubnisse in den letzten zweieinhalb Jahren zeigt, dass die
Waffenbehörden das Waffengesetz konsequent vollziehen“, sagte
Ministeriumssprecher Christian Fischer der in Halle erscheinenden
Mitteldeutschen Zeitung (Dienstagausgabe). Die Gründe für die
Rücknahmen umfassen teils schwere Delikte. Verfechter von
Verschärfungen im Waffenrecht sehen in den Zahlen den Beweis für das
Risiko, das von Waffen ausgeht. Unter den häufigsten Ursachen für die
Rücknahmen ist die fehlende Zuverlässigkeit. Laut Waffenrecht fehlt
diese etwa, wenn der Träger vorbestraft oder Mitglied einer
verfassungsfeindlichen Organisation ist. Auch Straftaten wie
Nötigung, Bedrohung und Betrug sowie Alkohol- und
Drogenabhängigkeiten spielten eine große Rolle.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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