Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Kriminalität Nebenklage-Anwalt machen Umstände des Mordfalles Yangjie Li „misstrauisch“

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Im Mordfall Yangjie Li hat der Berliner
Strafrechtler Sven Peitzner beklagt, dass ihn die Umstände des Falles
„misstrauisch“ machen. „Wir werden zu prüfen haben, ob die
Tatverdächtigen zu bestimmten Zeiten Informationen hatten, die sie
nicht hätten haben dürfen“, sagte er im Gespräch mit der in Halle
erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Donnerstagausgabe). Der
Strafrechtler vertritt die Eltern der ermordeten Studentin und führt
bei einem möglichen Prozess die Nebenklage. Er hat inzwischen
Einsicht in die Akten der Ermittler. Dass die Mutter des
Tatverdächtigen als Polizistin bei den Ermittlungen im Mordfall
beteiligt gewesen sein und der Stiefvater – er ist Revierleiter – bei
einem Umzug des tatverdächtigen Paares geholfen haben soll, das
„befremdet mich sehr“, sagte Peitzner. Deutliche Kritik richtet er an
den Leitenden Oberstaatsanwalt Folker Bittmann in Dessau. Dessen
Pressekonferenz sei „ein Desaster“ gewesen. Er habe bei Angaben über
den Beruf der Mutter des Tatverdächtigen Diskretion gewahrt, das
Opfer aber mit Angaben zur Version des Tatverdächtigen „in den
Schmutz“ gezogen. Peitzner spricht von schwierigen Ermittlungen. Eine
mögliche Anklageerhebung könne noch zwei bis drei Monate dauern.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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