Mitteldeutsche Zeitung: Tiere Neue Runde im Streit um Wolf-Abschüsse

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Knapp zehn Jahre nach der Wiederansiedlung des
Wolfes in Sachsen-Anhalt hat das Land seine Regeln zum Umgang mit dem
Tier überarbeitet. Erstmals ist präzise definiert, wann ein Wolf als
verhaltensauffällig gilt und die Behörden einschreiten müssen. Für
einen Abschuss gelten jedoch hohe Hürden, berichtet die in Halle
erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwoch-Ausgabe). Die von
Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) verantwortete „Leitlinie
Wolf“ beschreibt konkrete Fälle von „kritischem“ Verhalten. Dazu
gehört, wenn ein Wolf immer wieder Nutztiere tötet, obwohl der Halter
sie schützt.

Der CDU passt nicht, dass nur „Problemwölfe“ abgeschossen werden
dürfen. Nicht erlaubt ist die Jagd zur Senkung des Wolfsbestandes –
aus Sicht des Agrarexperte Guido Heuer und seiner Fraktion ein
Fehler. „Die Population wächst jedes Jahr um 20 bis 30 Prozent. Wir
sagen deshalb: Wehret den Anfängen.“

Franz Prinz zu Salm-Salm, Jäger und Chef des Waldbesitzerverbandes
Sachsen-Anhalt, wirft Dalbert Ignoranz vor und fordert die
Einrichtung von Wolfs-Reservaten. „Und wenn der Wolf da rauskommt,
muss er geschossen werden.“ Er prophezeit, dass einzelne Jäger das
Feuer auch ohne Erlaubnis der Politik eröffnen werden. „Es wird zu
illegalen Reaktionen kommen“, sagt er.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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