Mitteldeutsche Zeitung: Unglück in Nachterstedt Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein

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Der gewaltige Erdrutsch mit drei Toten am
Concordiasee in Nachterstedt im Salzlandkreis im Juli 2009 bleibt
juristisch ohne Konsequenzen. Das berichtet die Mitteldeutsche
Zeitung (Online-Ausgabe. Laut zuständiger Staatsanwaltschaft
Magdeburg ist das Verfahren wegen des Verdachts auf fahrlässige
Tötung eingestellt worden. „Es konnte keine einheitliche Ursache für
den Erdrutsch durch die Gutachter festgestellt werden“, sagte der
Sprecher der Behörde, Frank Baumgarten. Es hätte sich zudem keine
hinreichenden Anhaltspunkte dafür ergeben, dass Mitarbeiter des
Bergbausanierers LMBV oder des Landesamtes für Geologie und Bergwesen
„strafrechtliche Sorgfaltspflichtsverletzungen bei der Errichtung und
Pflege des Böschungssystems am Unglücksort begangen haben“, so
Baumbach. In den frühen Morgenstunden des 18. Juli 2009 waren am
Südufer des in einer ehemaligen Braunkohlegrube entstehenden
Concordiasees 4,5 Millionen Kubikmeter Erdreich abgerutscht. Die
Massen rissen dabei Teile der Wohnhaussiedlung „Am Ring“ mit in die
Tiefe. Drei Bewohner, die in den Häusern schliefen, wurden von den
Erdmassen verschluckt und konnten bis heute nicht vom Seegrund
geborgen werden.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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