Mitteldeutsche Zeitung: Verfassungsschutz: Neonazis in Sachsen-Anhalt erfinden sich neu

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In Sachsen-Anhalt wandelt sich die Neonazi-Szene.
Sie tritt unauffälliger und jugendaffiner auf. „Der klassische
Neonazi mit Bomberjacke und Springerstiefeln hat ausgedient“, sagte
Hilmar Steffen, zuständiger Referatsleiter beim
Landes-Verfassungsschutz, der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen
Zeitung (Montagausgabe). Rechtsextremisten seien häufig nicht mehr
als solche zu erkennen. Das gelte für Gruppierungen wie die
„Unsterblichen“ oder auch die sogenannten „Autonomen Nationalisten“.
Sie gelten als extrem gewaltbereit und sind in ihrer schwarzen
Kleidung von Linksautonomen kaum zu unterscheiden, etwa bei
Demonstrationen. 2014 stufte der Verfassungsschutz rund 1 300
Personen in Sachsen-Anhalt als Rechtsextremisten ein. Genaue Zahlen
für das vergangene Jahr will Behördenpräsident Jochen Hollmann erst
im neuen Jahresbericht nennen, der im Juli vorgestellt werden soll.
Nach Informationen der Zeitung ist sowohl die Zahl der Rechtsextremen
als auch die Zahl der durch sie begangenen Strafttaten angestiegen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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