Mitteldeutsche Zeitung: Verkehr/Sachsen-Anhalt DB Regio will mit Einsparungen in Mitteldeutschland wettbewerbsfähiger werden

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Die Deutsche Bahn steht in Mitteldeutschland unter
Druck. Der Staatskonzern hat im Nahverkehr Strecken an die Konkurrenz
verloren und massiv Marktanteile eingebüßt. Jetzt will der Konzern
mit Einsparungen gegenhalten. „Wir werden auch künftig um jede
Strecke kämpfen“, sagte Frank Klingenhöfer, Chef der Bahntochter DB
Regio Südost, der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung
(Freitagausgabe). DB Regio will nun an der Kostenschraube drehen, um
künftig bei Ausschreibungen mit günstigeren Angeboten wieder die Nase
vorn zu haben. Nicht beim Lohn, aber bei Leistungen, die bei anderen
Konzern-Töchtern eingekauft werden, soll gespart werden. Das könnte
laut Klingenhöfer etwa die Reinigung der Züge betreffen oder den
Sicherheitsdienst. Die Bahn wird in Sachsen-Anhalt nur noch auf knapp
50 Prozent Marktanteil kommen, wenn Ende 2018 das hiesige Dieselnetz
von den bisherigen Betreibern Bahn und Harz-Elbe-Express (Transdev)
an den Mitbewerber Abellio geht. In Thüringen liegt die Bahn schon
jetzt bei nur 39 Prozent Marktanteil. Dort hat die Erfurter Bahn,
ein kommunales Unternehmen aus der thüringischen Landeshauptstadt,
der Deutschen Bahn Strecken abgenommen. Für Abellio, eine Tochter der
Niederländischen Staatsbahnen, ist das Dieselnetz der zweite große
Auftrag in Sachsen-Anhalt in kurzer Zeit. Erst Ende vorigen Jahres
hatte das Unternehmen das Saale-Thüringen-Südharz-Netz übernommen,
mit Strecken von Halle Richtung Erfurt und Kassel. Abellio wird damit
zum Hauptkonkurrenten von DB Regio im Land.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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