Mitteldeutsche Zeitung: ZDF-Dokumentation zu Martin Luther Petra Gerster: Ohne sein Netzwerk an Helfern wäre der Siegeszug der Reformation undenkbar gewesen

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In einer Dokumentation mit Petra Gerster, die in
dieser Woche gedreht und am Karfreitag ausgestrahlt wird, will das
ZDF neue Seiten im Leben des Reformators Martin Luther beleuchten.
Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung
(Mittwoch-Ausgabe). So habe es bereits vor Luther 18
Bibel-Übersetzungen gegeben. „Die waren aber alle eher
unverständlich. Luther war nicht nur viel enger am Original, er hat
auch ein wunderbares, für alle verständliches Deutsch verwendet“,
sagte die langjährige Moderatorin der „heute“-Sendung. Dabei habe er
auch Begriffe wie ,Herzenslust– und ,Ein Dorn im Auge– geprägt, die
noch heute verwendet werden. Petra Gerster bewundert dabei die
Entschlossenheit des Reformators, räumt aber zugleich auch mit
einigen Klischees auf. „Luther hat ohne Frage das Tor zur Neuzeit
aufgestoßen und unglaublich viel Mut bewiesen, als er gegen scheinbar
übermächtige Autoritäten wie Kaiser und Kirche rebellierte“, betonte
sie. Den Thesen-Anschlag an der Wittenberger Schlosskirche habe es
aber vermutlich nie gegeben. Zudem hätte Luther ohne seine vielen
Mitstreiter nie den Erfolg gehabt. „Ohne sein Netzwerk an Helfern
wäre der Siegeszug der Reformation undenkbar gewesen. Wie so oft
verblassen die Mitstreiter aber neben einer so markanten Figur.“

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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