Mitteldeutsche Zeitung: zu EU-Türkei-Gipfel

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Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist das
Erpressungspotenzial abhanden gekommen. Seit dem Zerwürfnis mit
Russland wegen des abgeschossenen Bombers muss das Land nicht nur
mit den Folgen eines fulminanten politischen Fehlers um Ansehen
kämpfen, sondern auch mit den drastischen Folgen der absehbaren
wirtschaftlichen Sanktionen. Das wertet die EU für die Türkei auf,
weil Ankara nicht länger durch Geschäfte mit Russland ausgleichen
kann, was ihr die EU verweigert. So haben die Angebote aus Brüssel,
die als Gegenleistung für mehr Mithilfe gegen den Flüchtlingsstrom
gedacht sind, große Bedeutung. Zwar muss Ankara weiter mit mehreren
Millionen Kriegsflüchtlingen fertig werden, muss die Lasten aber
nicht länger alleine tragen. Und es bekommt, kaum dass die russische
Perspektive zerstört wurde, eine europäische. Am Wochenende ist viel
in Bewegung geraten.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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