Mitteldeutsche Zeitung: zu Familienplanung bei Apple und Facebook

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Bis zu 20 000 Dollar will Apple zahlen, wenn Frauen
auf diese Weise ihren Kinderwunsch auf später verschieben. Die Firmen
wollen so im Kampf um die besten Köpfe die Nase vorn haben. Den
angesprochenen Frauen verheißt es eine wundersame Flexibilität bei
der Familienplanung sowie den schönen Einklang von Familie und Beruf.
Es ist zugleich eine neue Zündstufe der Biopolitik, bei der die
ethische Debatte über die Reproduktionsmedizin in eine Frage des ganz
gewöhnlichen Pragmatismus verwandelt werden. Der Arbeitgeber als
Torwächter für den Eintritt in die schöne neue Lebenswelt.
Schriftstellerin Sybille Lewitscharoff hat kürzlich ruppig gegen die
Reproduktionsmedizin polemisiert. Facebook und Apple zeigen, dass
diese kaum mehr eine Frage der ethischen Wahl ist, sondern ein
Bonuspunkt bei der beruflichen Selbstbehauptung.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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