Mitteldeutsche Zeitung: zu G20

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Außer ihrem Problem haben die G20 jedoch nicht viel
gemeinsam – das zeigt die Abschlusserklärung des Gipfels vom
Wochenende. Im Kern haben sie sich darauf geeinigt, dass jeder tut,
was er für richtig hält. Die Bundesregierung lehnt höhere
Staatsausgaben zur Erhöhung der Nachfrage ab. China dagegen steigert
seine Schulden, pumpt noch mehr Kredit in seine Wirtschaft, erhält so
die massiven Überkapazitäten aufrecht, die auf dem Weltmarkt lasten.
Die Euro-Zone und Japan senken weiter ihre Zinsen, pumpen ebenfalls
Milliarden in den Markt, drücken so ihre Währungen, um den Export
anzukurbeln. Das führt zu Misstrauen in den USA. Der Ruf des
Internationalen Währungsfonds nach einer kollektiven Politik-Aktion
der G20 verhallt also ungehört.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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