Mitteldeutsche Zeitung: zu Raab

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Raabs Entscheidung ist durchaus nachvollziehbar. 16
Jahre lang hat er ProSieben gedient, mit ganzer Kraft. Allein die
Live-Show „Schlag den Raab“ hat viele Samstagabende gefüllt. Das half
auch wirtschaften. Die Sendung ist eine Marke geworden, Raabs
unbedingter Ehrgeiz, jedes dieser Duelle zu gewinnen, nötigte auch
dem, der Raab nicht liebt, Hochachtung ab. Der Mann ist als
Moderator, Selbstdarsteller und Antreiber ein Phänomen. Eine gefühlte
Handbreite unter der Gürtellinie hat er sich am wohlsten gefühlt,
ohne dabei seine Intelligenz zu leugnen. Ob der 48-Jährige jetzt
dauerhaft aufs Altenteil geht, steht dahin. Geld hat er genug
verdient, auch für seinen Sender. Der wird sich nun nach Ersatz
umsehen – aber einen wie Raab kaum finden. Mit ihm verschwindet der
Gottschalk des Privatfernsehens, es wird noch langweiliger werden.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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