Mitteldeutsche Zeitung: zu Steuersparmodellen in der EU

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Zu offensichtlich ist, dass Regierungen nichts
ausgelassen haben, was ihre Länder für Großkonzerne attraktiv macht.
Dass die Praktiken nicht illegal waren, muss ausdrücklich betont
werden. An ihrer marktverzerrenden Wirkung ändert das nichts. An
einem massiven Vertrauensverlust gegenüber kleinen und
mittelständischen Betrieben übrigens auch nicht. Denn die hatten
keine Möglichkeiten, Gewinne so lange zu verschieben, bis von der
ursprünglichen Steuerlast nur noch ein Prozent oder weniger übrig
blieben. Mit fairem Wettbewerb hat das wenig zu tun. Es war nicht nur
der Fall Luxemburg, an dem sich die Diskussion über Standortpolitik
mit Hilfe des Wettbewerbs- und Beihilferechtes entzündete. Die jetzt
entschiedenen Beispiele Starbucks und Fiat datieren von früher. Und
sie sind wahrlich nicht die einzigen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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