Mitteldeutsche Zeitung: zur EZB-Entscheidung

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Mit der Kritik an seiner Strategie kann Draghi
leben. Ein Problem aber macht ihm zunehmend zu schaffen: Die Zweifel
wachsen, ob Draghis Mittel wirken. Dann ist er nicht mehr der
Super-Mario, sondern ein hilflos Suchender nach einer wirksamen
Medizin für einen chronisch kranken Patienten. Auch deswegen erhöht
die Notenbank die Dosis. Draghi versucht mit allen Mitteln, dem
wachsenden Frust und dem um sich greifenden Pessimismus
entgegenzuwirken. Hier zeigt einer, dass er handlungswillig und
-fähig ist. Eines aber ist auch klar: Allein vermag eine Notenbank
eine Wirtschaft im Krisenmodus nicht zu beleben. Mitspielen müssen
auch die Regierungen mit Reformen und Impulsen, die das Wachstum
fördern.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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