Modellprojekt zum Schutz von Flüchtlingskindern gestartet / Plan International setzt seine globalen Standards für Kinder in Krisenregionen nun auch in Hamburger Flüchtlingsunterkünften um

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Flüchtlingskinder sind besonders gefährdet, Opfer
von Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch zu werden. Das gilt auch für
Mädchen und Jungen in Flüchtlingseinrichtungen in Deutschland.
„Kinder, für die alles Vertraute und alle Strukturen
zusammengebrochen sind, brauchen unseren besonderen Schutz“, sagt
Maike Röttger, Geschäftsführerin vom Kinderhilfswerk Plan
International Deutschland. Um die internationalen Standards der
humanitären Hilfe auch in Unterkünften in Deutschland zu einem festen
Bestandteil zu machen, hat Plan International in Hamburg in
Kooperation mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ein Modellprojekt
gestartet. Das Programm mit dem Titel „Stärkung einer
kinderfreundlichen Umgebung und Sicherstellung des Kinderschutzes in
Hamburger Flüchtlingsunterkünften“ wird vom Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit 500.000 Euro
gefördert.

„Leider wissen wir, dass Kinder und Frauen in den
Aufnahmeeinrichtungen nicht sicher vor Misshandlungen und sexuellen
Übergriffen sind“, sagt Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär des
Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Deshalb
müssen wir dafür sorgen, dass sie in den Einrichtungen geschützt
sind. Wir brauchen konkrete und praktikable Schutzkonzepte, außerdem
eine gesetzliche Regelung, die den Schutz von Kindern und Frauen in
den Einrichtungen gewährleistet. Hier in Hamburg fördern wir deshalb
Plans Programm „Stärkung einer kinderfreundlichen Umgebung und
Sicherstellung des Kinderschutzes in Hamburger
Flüchtlingsunterkünften.“

„Unsere Standards für Kinder in Krisenregionen werden weltweit
umgesetzt. Wir fühlen uns ihnen verpflichtet und bringen unsere
globale Expertise in der humanitären Hilfe gerne auch in Deutschland
und in die Kooperation des Familienministeriums mit UNICEF und
weiteren Partnern ein“, bekräftigt Plan-Geschäftsführerin Maike
Röttger. „Die Initiative des Familienministeriums für eine
gesetzliche Verankerung von Schutzkonzepten begrüßen wir sehr. Unser
Ziel ist es, die reellen Risiken für Kinder in den Einrichtungen zu
reduzieren und ein bundesweit übertragbares Schutzkonzept für
Flüchtlingsunterkünfte zu entwickeln. Seit Januar setzen wir unser
Konzept in Zusammenarbeit mit den Johannitern in einer
Erstaufnahmeeinrichtung in Hamburg-Stellingen durch, im Mai starten
wir in einer weiteren Erstaufnahmeeinrichtung in Hamburg-Bergedorf.“

Mit seinem Projekt schafft Plan International gemeinsam mit der
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. die Voraussetzungen für ein sicheres
Umfeld in den von den Johannitern betriebenen Zentralen
Erstaufnahmeeinrichtungen (ZEA) in Hamburg. „Das Konzept von Plan
funktioniert“, bestätigt Harald Halpick, Regionalvorstand der
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Hamburg. „Für uns als Betreiber von
Flüchtlingseinrichtungen ist es enorm wichtig, dass der Schutz der
Kinder gewährleistet ist.“

Pressekontakt:

Sabine Marxen, Pressereferentin, Tel. 040 61140-278
Barbara Wessel, Pressereferentin, Tel. 040 61140-204
presse@plan-deutschland.de

Plan International Deutschland e.V.
Abteilung Kommunikation
Bramfelder Str. 70
22305 Hamburg

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