Mossul: Hilfsorganisationen im Nordirak bereiten sich auf Flüchtlingshilfe vor / medico international ruft zu Spenden auf

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Aufgrund der militärischen Offensive auf
Mossul, bereiten sich die lokalen Partnerorganisationen von medico
international intensiv auf Flüchtlingshilfe vor. Noch leben mehr als
eine Million Menschen in der IS-Hochburg. Die im Nordirak tätigen
Hilfsorganisationen rechnen damit, dass viele Flüchtlinge in den
kurdisch verwalteten Gebieten Zuflucht suchen werden. Ob eine große
humanitäre Katastrophe eintreten wird, bleibe abzuwarten, so die
medico-Pressesprecherin Katja Maurer. Wichtig sei nun, dass die
vorhandenen lokalen Hilfsstrukturen unterstützt würden, die zurzeit
unter Geldmangel leiden und teilweise ihre Mitarbeiter nicht mehr
bezahlen könnten. Schon jetzt gäbe es 3,3 Millionen Binnenflüchtlinge
im Irak.

Zur Unterstützung dieser Menschen in den verschiedenen
Flüchtlingslagern im Nordirak und der Nothilfe für die Flüchtlinge
aus Mossul ruft die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation
zu Spenden auf.

Ankündigungen, dass sich mit einer möglichen Vertreibung des IS
aus Mossul das Terrorproblem im Irak erledigen würde, seien jedoch
mit großer Skepsis zu betrachten, so Maurer. „Unsere Partner
befürchten, dass der IS seine Taktik verändern und verstärkt
dezentrale Anschläge verüben wird“, so die medico-Sprecherin. Durch
eine Vertreibung der IS-Truppen aus Mossul nach Syrien könnte sich
die dortige Konfliktsituation noch verschärfen.

In Mossul sind mehrere tausend yezidische Frauen versklavt und
möglicherweise auch viele yezidische Kinder, deren Verbleib unklar
ist. Für sie wäre die Vertreibung des IS eine Befreiung. Für viele
andere Bewohner Mossuls, die sich mit IS arrangieren mussten, dürfte
hingegen die völlig offene Post-IS-Ordnung der Stadt viele neue
existentielle Gefahren bergen. Russland und der Westen, so empfinden
es viele medico-Partner in Syrien und im Irak, betrachteten die
lokalen Konflikte vor Ort nur durch die Brille des „Kriegs gegen den
Terror“. „Diese Politik hat die größte humanitäre Krise nach dem
zweiten Weltkrieg aber erst geschaffen und nicht gelöst“, so Katja
Maurer.

medico international bittet um Spenden für die Arbeit seiner
lokalen Partner, die sich im Nordirak wie in Syrien auf die Aufnahme
von Flüchtlingen vorbereiten.

Das Spendenstichwort lautet: Syrien/Nordirak

Spendenkonto: medico international
IBAN: DE21 5005 0201 0000 0018 00
BIC: HELADEF1822
Frankfurter Sparkasse
Online-Spenden: https://www.medico.de/spenden/

medico international ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Das
Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) bescheinigt medico
international einen sorgfältigen und verantwortungsvollen Umgang mit
Spendengeldern.

Pressekontakt:
Für Nachfragen und Interviewwünsche:

– Katja Maurer, medico-Pressesprecherin: Tel. 069/94438-29 oder
maurer@medico.de

Original-Content von: medico international, übermittelt durch news aktuell

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