NABU zum neuen Entwurf für einen Weltklimavertrag – Tschimpke: Bei der Überprüfung der Klimaziele nachschärfen

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Der NABU hat den am späten Donnerstagabend
vorgelegten Vertragsentwurf als wichtigen Schritt zur Verabschiedung
eines neuen Weltklimaabkommens bewertet. Allerdings bleibt weiter
unklar, wie das neue Ziel , die Erderwärmung auf weit unter zwei Grad
zu begrenzen, auch erreicht werden soll.

NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Der Vorstoß Deutschlands und
weiterer Industrieländer gemeinsam mit einer Gruppe von Entwicklungs-
und Schwel-lenländern, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen,
war gut und hat sich im Vertragstext niedergeschlagen. Dieser Erfolg
bleibt aber wirkungslos, wenn nicht noch weiter daran gearbeitet
wird, den jetzt eingeschlagenen Pfad Richtung 2,7 Grad so schnell wie
möglich zu verlassen. Wenn die Staaten den Klimaschutz ernst meinen,
müssen sie ihre Klimaziele noch vor 2020 massiv nachschärfen. Alles
andere hilft weder den Eisbären noch den Seychellen.“

Aus dem neuen Textentwurf ist der Begriff der Dekarbonisierung und
damit der Verzicht auf fossile Energien wie Kohle, Öl und Gas
herausgefallen. Statt-dessen wird die Bezeichnung „emissionsneutral“
benutzt.

Tschimpke: „Diese Begrifflichkeit lässt eine scheunentorgroße
Öffnung für schädliche Atomkraft und die unterirdische
Kohlendioxid-Speicherung zu. Das ist absolut inakzeptabel und
konterkariert die Beschlüsse des G7-Gipfels in Elmau.

Der NABU nimmt als Beobachter an der COP 21 teil und berichtet und
twittert aus Paris: @NABU_Klima.

Ausführliches Hintergrundpapier sowie Berichte zu
NABU-Klimaschutzprojekten, Tipps zum Klimaschutz und
Klimakonferenz-Glossar unter www.NABU.de/COP21

NABU-Präsident Olaf Tschimpke nimmt am Ministersegment der
UN-Klimaverhandlungen in Paris teil und steht für Fragen und
Interviews zur Verfügung. Kontakt über die NABU-Pressestelle, Tel.
030-284984-1952, -1958 oder mobil +49-173-9306515.

Pressekontakt:
Sebastian Scholz, NABU-Klimaschutzexperte, vor Ort in Paris
erreichbar unter +49 (0) 172-4179727, E-Mail:
Sebastian.Scholz@NABU.de, Twitter: @NABU_Klima

Kathrin Klinkusch, NABU-Pressesprecherin, vor Ort in Paris erreichbar
vom unter +49-173-9306515,
E-Mail: Kathrin.Klinkusch@NABU.de

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