Nachfolgeprozess für die Millenniumsziele 2015 hat in New York begonnen Welthungerhilfe fordert eine global gültige Entwicklungsagenda

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Das vom UN-Generalsekretär im Juli 2012
ernannte Hochrangige Beratergremium zum Post 2015-Prozess mit dem
deutschen Mitglied Horst Köhler hat heute seinen Entwurf für die
Entwicklungsagenda nach 2015 unter dem Titel: „A new global
Partnership“ überreicht. Eines der Kernziele: Extreme Armut soll laut
dem Bericht bis 2030 beendet sein. Die Welthungerhilfe begrüßt die
getroffenen Aussagen als Beginn einer notwendigen Verpflichtung zur
nachhaltigen globalen Entwicklung.

„Wir benötigen eine neue Entwicklungsagenda, in der nicht nach
Entwicklungs- und Nachhaltigkeitszielen unterschieden wird. Sie
sollte wie im Bericht angekündigt auf den Menschenrechten aufbauen
und an den Ursachen von Armut und Ungleichheit ansetzen. Das Recht
auf Nahrung, als eine der Säulen zukünftiger Entwicklung, muss in der
Folge noch deutlicher herausgearbeitet werden. Ein durchaus positives
Signal ist die Forderung, den Hunger in der Welt wirklich überall zu
beenden und nicht nur den Anteil der Hungernden zu halbieren – wie
bisher „, verdeutlicht Wolfgang Jamann, Generalsekretär der
Welthungerhilfe.

Im Laufe des bis 2015 andauernden Prozesses gilt es, aktuelle
Herausforderungen wie den Zusammenhang von deregulierten
Finanzmärkten, unfairen Handelsbedingungen und zunehmender
Ungleichheit zu adressieren. Alle Länder sollten die Chance haben,
ihre Produkte zu gleichen Bedingungen am Weltmarkt anbieten zu
können. Willkürliche und exzessive Spekulationen von
Finanzmarkakteuren dürfen nicht mehr zu Lasten hungernder Menschen
geduldet werden. Es ist dringend notwendig, diese einmalige
Gelegenheit zu nutzen, um die vorhandenen Schwächen der
Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) zu beheben. Zentrale Themen wie
z.B. Demokratie, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und
ökologische Nachhaltigkeit gelten bisher fast ausschließlich nur für
Entwicklungsländer. Die Welthungerhilfe fordert zudem, dass die
Empfehlungen ernsthaft und verbindlich in Deutschland aufgegriffen
und umgesetzt werden – eine zentrale Aufgabe, die zu einem greifbaren
Maßstab für die Arbeit der neuen Bundesregierung wachsen wird.

„Es sollte eine internationale Agenda formuliert werden, die für
alle, Industrie- wie Entwicklungsländer gleichermaßen gilt – mit
gemeinsamer aber unterschiedlicher Verantwortung im Sinne eines
gerechten Verteilungsprinzips. Mit dem ökologischen Fußabdruck sei
hier nur ein Beispiel genannt. Deutschland kann durch seine besondere
Rolle im internationalen Kontext eine Vorreiterrolle einnehmen. Die
Bundesregierung sollte diese Chance so früh wie möglich ergreifen –
auch diese nationalen Verantwortungen werden im Bericht gefordert“,
so Wolfgang Jamann weiter.

Die Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) laufen im Jahr 2015 aus;
wie es weitergehen soll mit einer global nachhaltigen Entwicklung,
wird in zwei Prozessen diskutiert: dem Post-2015-
Entwicklungsagenda-Prozess und dem gerade begonnenen Prozess zur
Formulierung von Nachhaltigkeitszielen. Die Welthungerhilfe wird – im
Verbund mit dem Partnernetzwerk Alliance 2015 die Weiterführung der
Prozesse intensiv betrachten und kommentieren.

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten
Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie leistet Hilfe aus einer Hand:
Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu
langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit
einheimischen Partnerorganisationen nach dem Prinzip der Hilfe zur
Selbsthilfe. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 6.800
Projekte in 70 Ländern mit 2,39 Milliarden Euro gefördert – für eine
Welt ohne Hunger.

Die Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) laufen im Jahr 2015 aus;
wie es weitergehen soll mit einer global nachhaltigen Entwicklung,
wird in zwei Prozessen diskutiert: dem Post-2015-
Entwicklungsagenda-Prozess und dem gerade begonnenen Prozess zur
Formulierung von Nachhaltigkeitszielen. Die Welthungerhilfe wird – im
Verbund mit dem Partnernetzwerk Alliance 2015 die Weiterführung der
Prozesse intensiv betrachten und kommentieren.

Pressekontakt:
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Tel.: (02 28) 22 88 – 132
Mobil: (0172) 25 25 962

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