Nachhaltig, wertvoll und unverzichtbar / Kritik an inländischer Aluminiumproduktion von Beschäftigten und Branche zurückgewiesen

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Gemeinsame Erklärung des Gesamtverband der deutschen
Aluminiumindustrie (GDA) und der WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM)

„Die jüngste Kritik an der deutschen Aluminiumindustrie in Form
eines WDR-Beitrags kann nicht unwidersprochen im Raum stehen bleiben.
Wer der Deindustrialisierung und Arbeitsplatzverlusten leichtfertig
das Wort redet, stellt die internationale Wettbewerbsfähigkeit der
Aluminiumproduktion in Frage und gefährdet die Umsetzung der von
Politik und Gesellschaft getragenen Energiewende“, erklärten Oliver
Bell, Präsident der WirtschaftsVereinigung Metalle und Heinz-Peter
Schlüter, Präsident des Gesamtverband der deutschen
Aluminiumindustrie in einem gemeinsamen Statement. Beide erinnern an
den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Senders, für eine objektive
Berichterstattung Sorge zu tragen.

Beiträge und Leistungen der Aluminiumerzeuger zum Umbau der
Energieinfrastruktur werden in dem Beitrag für tagesschau.de
vollkommen außer Acht gelassen. Anders als dargestellt, ist die
Erzeugung und Verarbeitung von Aluminium in Deutschland im höchsten
Maße energieeffizient, ökologisch und federführend im Weltmaßstab.

„Wir arbeiten für den Erhalt von Arbeitsplätzen in der
industriellen Produktion trotz steigender staatlicher Belastungen.
Jeder einzelne Arbeitsplatz in der energie- und
wertschöpfungsintensiven Grundstoffindustrie sichert weiteres
Einkommen entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, so Schlüter und
Bell weiter. Deutschland sorgt durch nationale Gesetzgebungen,
insbesondere durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz, für eine massive
Verteuerung des Produktionsfaktors Strom. Um die im internationalen
Vergleich entstehenden Wettbewerbsverzerrungen auszugleichen,
erhalten die besonders energieintensiven Aluminiumhütten eine
angemessene Reduzierung bei den Umlagen.

„Wer die Aluminiumhütten und mit ihnen weitere Teile der
Grundstoffindustrie durch Kürzungen von Ausgleichsregelungen aus
Deutschland verdrängt, reduziert nicht die jährlich anfallenden EEG-
Kosten. Die Vergütungen für Strom aus erneuerbaren Energien bleiben
unverändert hoch. Ohne den Beitrag der Industrie zum Ausbau der
Erneuerbaren Energien würden die EEG-Kosten für Haushalte und Staat
durch Schließung der Hütten noch höher ausfallen und zusätzliche
Arbeitslosenkosten entstehen“, erklärten Bell und Schlüter.

Eine unverändert hohe Umlage des EEG und der Verlust von 2.000
direkten Arbeitsplätzen in der Aluminiumindustrie lösen also kein
Problem und können weder politisch gewollt noch von der WDR-
Wirtschaftsredaktion verantwortet werden.

„Die wettbewerbsfähige Metallproduktion steht am Anfang einer
vielfältigen Wertschöpfungskette, bietet Versorgungssicherheit und
Technologievorsprünge für viele Industriezweige. Ohne Industrie und
ohne Entlastungen der stromintensiven Unternehmen ist die Stärke des
Industriestandortes Deutschland nicht zu erhalten und es fehlt die
Kraft zum Umbau des Energiesystems“, so Bell und Schlüter weiter.

„Angemessene Regeln für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit sind
zwingender Bestandteil der Energiewende. Dazu gehört insbesondere
auch die Besondere Ausgleichsregelung im neuzufassenden
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Wir begrüßen die Initiative von
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, die EEG-Novelle jetzt forciert
anzugehen, die Systemfehler bei der Förderung der Erneuerbaren
Energien zu beseitigen und dabei die Interessen für den
Wirtschaftsstandort Deutschland zu beachten.

Es gibt kein Industrieland Deutschland ohne sichere, saubere und
bezahlbare Energie. Dies ist auch Voraussetzung für das nachhaltige,
wertvolle und unverzichtbare Aluminium“, so Bell und Schlüter
abschließend.

Pressekontakt:
WirtschaftsVereinigung Metalle
Kommunikation
Dirk Langolf
Wallstr. 58, 10179 Berlin
Tel. +49 30/72 62 07-111, Fax -199, Mobil: +49 170 7606628
E-Mail: langolf@wvmetalle.de
http://www.wvmetalle.de

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