Nachwuchssorgen bei Regionalzeitungen / Wie sich Chefredakteure ihr Team 2026 vorstellen

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Der Kampf um Talente wird für deutsche
Medienhäuser schärfer – und gerade für regionale Zeitungen zum
Problem. Das „medium magazin“ blickt zu seinem 30. Geburtstag mit
Chefredakteuren in die Zukunft und fragt: Wie sieht Ihr Team im Jahr
2026 aus?

Carsten Erdmann von der „Berliner Morgenpost“ verabschiedet sich
vom Wunsch, dass jeder ein bisschen alles können muss. „Wir brauchen
mehr Spezialisten – für Online genauso wie für Print“, sagt Erdmann
und betont, besonders im Gedruckten innovativ bleiben zu müssen. „Die
Erlöse, die wir uns alle aus dem Netz erhofft haben, sind so noch
nicht da – und wer weiß, ob sie jemals kommen? Wir und viele andere
Regionalverlage verdienen gutes Geld mit der gedruckten Ausgabe. Hier
müssen wir uns täglich journalistisch weiterentwickeln.“

„Rheinische Post“-Chefredakteur Michael Bröcker sorgt sich eher um
den Nachschub an digitalen Köpfen: „Damit wir die technikaffinen
Talente zu uns bekommen, müssen wir uns neuen Formen der Kooperation,
etwa mit Hochschulen, öffnen, aber auch neue Veranstaltungsformate
wie Barcamps und Hackathons auf unseren Campus holen.“ Der künftige
Chef der „Thüringer Allgemeinen“, Johannes M. Fischer, weist darauf
hin, dass gute Leute teuer sind: „Der Wunschtraum von
Chefredakteuren, Geld sei kein entscheidendes Kriterium, um als
Journalist oder in einem journalistischen Umfeld zu arbeiten, wird
sich nicht bewahrheiten.“

Thomas Seim von der „Neuen Westfälischen“ verabschiedet sich
gedanklich komplett von der herkömmlichen Struktur seines Hauses und
sagt dem „medium magazin“: „2026 wird sich das Teambuilding für
redaktionelle Aufgaben umfassend aus dem Newsroom heraus in völlig
neue Organisationsformen entwickelt haben. Dabei wird es klassische
Redaktionsstrukturen, wie sie auch heute noch bekannt sind, nicht
mehr geben.“ Stefan Schröder vom „Wiesbadener Kurier“ wünscht sich
ein möglichst buntes Team: „Das ideale Redaktionsteam repräsentiert
alle Altersgruppen der Gesellschaft. In ihm arbeiten viele Menschen
mit Migrationshintergrund. Neben die klassischen Rollen des Autors,
Reporters, Editors, Mediengestalters und Deskmanagers treten die VJs,
Social-Media-Reporter, Datenanalysten.“

Alle Stimmen der Chefredakteure (Seite 45 und 46) und viele
spannende Beiträge zum Wandel des Journalistenberufes lesen Käufer
und Abonnenten im „medium magazin“ 05-2016, der Jubiläumsausgabe zum
30. Geburtstag. „medium magazin“ ist für alle Geräte im iKiosk
verfügbar unter http://bit.ly/Medium-Digital. Einzelhefte und Abos
gibt es unter http://www.mediummagazin.de/bestellen/.

Pressekontakt:
Annette Milz, Chefredakteurin mediummagazin,
annette.milz@mediummagazin.de

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