Neue OZ: Kommentar zu Immobilien/Mieten/Verbraucher

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Luxusgut Wohnraum

Die Wohnungssituation in deutschen Großstädten ist für viele Leute
mit einem schmalen Geldbeutel katastrophal. Wer dort schon mal eine
Bleibe suchte, der weiß, wie nervenaufreibend das sein kann. Lange
Warteschlangen bis auf die Straße und Vorstellungsgespräche bei der
Besichtigung sind keine Seltenheit.

Günstiger Wohnraum ist kaum zu finden – und wenn, dann kommt er
oft genug Bruchbuden gleich. Schlechte Isolierung und Schalldämmung
sind häufig die Regel. Warum sollte der Vermieter auch alles auf den
neuesten Stand bringen, wenn er lukrative Miete auch so verlangen
kann?

Wird dieser Entwicklung kein Riegel vorgeschoben, werden sich
Studenten, Familien und Einkommensschwächere bald ein Leben in der
Stadt nicht mehr leisten können und lange Wege zur Arbeit, Schule
oder Uni in Kauf nehmen müssen. So weit darf es nicht kommen. Wohnen
in der Stadt darf kein Luxusgut werden. Denn was wären Städte ohne
Studenten, junge Familien und Kinder? Schließlich sorgen sie dort
auch für Umsatz. Schon jetzt fehlen in den großen Ballungszentren
rund 250 000 Mietwohnungen. Nun ist es an der Politik, etwas zu tun.
Es müssen preisgünstige Wohnungen stärker gefördert und bezahlbarer
Raum geschaffen werden. Den Forderungen des Mieterbundes kann man
deshalb nur zustimmen.

Kathrin Pohlmann

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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