Neue OZ: Kommentar zu Parteien/Alternative für Deutschland

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Nicht rosig

Die Linken sind nach einer Periode im Landtag wieder in der
Versenkung verschwunden, die Piraten haben sich nach anfänglichem
Hoch quasi selbst zerlegt. Jetzt will die „Alternative für
Deutschland“ als neue Kraft mitmischen – doch die Erfolgsaussichten
erscheinen zumindest in Niedersachsen nicht sehr viel rosiger.

Mit dem eurokritischen Kurs verfügt die AfD zwar über ein
Kernthema, mit dem sich populistisch Stimmung machen lässt. Abgezielt
wird dabei auf jene Bürger, die sich Sorgen um die Stabilität der
Währung machen und denen die Unterstützung schwächelnder Länder in
Südeuropa partout nicht schmeckt.

Doch um diesen Unmut auch für sich in Stimmen in der Wahlkabine
umzumünzen, bedarf es überzeugender Transporteure der Botschaften.
Und da fehlen der neuen Partei – wie sich jetzt in der
Gründungsversammlung in Lüneburg zeigte-, doch herausragende,
charismatische Köpfe.

Aufpassen muss die selbst ernannte Alternative zudem, dass sie mit
ihren wenig auslandfreundlichen Positionen nicht Geister mit
finsterer Gesinnung anlockt. Dass jemand mit früheren NPD-Kontakten
allen Ernstes zum Vizeparteichef vorgeschlagen wurde und dass ein
Kandidat für dieses Führungsamt die politische Elite der
Bundesrepublik unwidersprochen als „Verbrechersyndikat“ verunglimpfen
durfte, sind alarmierende Zeichen.

Hans Brinkmann

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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