Neue OZ: Kommentar zu USA / Terrorismus / Boston

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Unbeirrbare Haltung

Ein Bombenattentat erschüttert den Boston-Marathon, Briefe mit dem
Gift Ricin werden an den Präsidenten und einen Senator geschickt, und
der Senat schmettert schärfere Waffengesetze ab. Weil es der Zufall
so will, sind diese drei Ereignisse binnen weniger Tage über die USA
hereingebrochen. Es sieht so aus, als hätten die Vorfälle nichts
miteinander zu tun. Und doch entsteht ein bedeutender Zusammenhang –
in der Frage, wie man damit umgeht.

Die zentrale Botschaft Barack Obamas lautet: Die vernünftigen
Kräfte, die der Hoffnung den Vorzug vor Hass geben, werden für die
gute Sache kämpfen. Diese unbeirrbare Haltung trägt Obama durch die
bislang dunkelste Phase seiner Präsidentschaft. Es sind zwei Seiten
einer Medaille, dass die Behörden den Bostoner Terrorakt restlos
aufklären und Obama in einem Gottesdienst die Toten ehrt und
Hinterbliebenen, Verletzten und Angehörigen beisteht – in einer
Kathedrale nur eine Meile vom Zieleinlauf entfernt.

Was die giftige Post angeht, zeigt sich, dass ein Wirrkopf keine
Chance hat, den politischen Betrieb zu lähmen. Die Briefe wurden
abgefangen, der Absender ist festgenommen. In der Waffenfrage ist es
dagegen äußerst schwierig, zur Tagesordnung überzugehen, nachdem
selbst ein überparteilicher Kompromiss in den Fängen von
Lobbyinteressen und Machterhalt hängen blieb. Tief gezeichnet, aber
mit erhobenem Kopf hielt Obama fest: Aufgeben ist nie eine Option.

Robin Fehrenbach

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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