Neue OZ: Kommentar zu Wissenschaft / Klima

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Nicht zurücklehnen

Die Erde erwärmt sich langsamer als befürchtet, möglicherweise
aber stärker als angenommen. Das Ergebnis der jüngsten Studie zum
Klimawandel ist keine gute Nachricht, denn der Aufschub ändert nichts
an den katastrophalen Folgen, die der Erde durch den Klimawandel
langfristig drohen. Stimmen die neuesten Berechnungen, bekommen nicht
unsere Enkel und Urenkel die volle Wucht der Erderwärmung zu spüren,
sondern erst deren Enkel und Urenkel. Das ist gewiss kein Grund, sich
zurückzulehnen. Genau dazu aber dürften sich viele Regierungen nun
hinreißen lassen, schließlich haben sie es in ihrer Trägheit seit
mehr als zwei Jahrzehnten nicht vollbracht, sich auf verbindliche
Klimaziele zu einigen. Jedes Zögern aber verschlimmert die Folgen,
ganz gleich, ob diese in 50, 100 oder 150 Jahren eintreten.

Wie auch die neue Studie zeigt, reagiert das Klima sehr langsam
auf menschliche Einflüsse, was bedingt, dass Klimamodelle extrem
anfällig für Rechenfehler sind. Gut möglich also, dass auch die
jetzige Vorhersage irrt und schon die nächste Klimastudie wieder
andere Werte ergibt. Die Forscher aus Oxford relativieren ihre
Ergebnisse also zu Recht: Die Menschen sollten weiterhin genauso
besorgt darüber sein wie bisher, was der Klimawandel anrichtet, sagt
etwa Mitautor Alexander Otto. Klar ist immerhin eins: Ohne
menschliche Unterstützung wird sich die Erderwärmung nicht nachhaltig
verlangsamen.

Constantin Binder

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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