Neue Presse Hannover: Neuneck fordert Rüstungskontrolle

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Nach dem Atombombentest in Nordkorea fordert der
Physiker und Friedensforscher Götz Neuneck eine verstärkte
Rüstungskontrolle. Im Interview mit der „Neuen Presse“
(Donnerstagsausgabe) aus Hannover sagte der stellvertretende Direktor
des Hamburger Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik
(IFSH) an der Universität Hamburg: „Die Ausgaben für Rüstung sind nur
in Europa gesunken. In Asien und im Mittleren Osten steigen sie
längst wieder. Diese Länder wollen eine stärkere Marine, auch die
Chinesen sind aktiv im südchinesischen Meer. In Asien gibt es ein
gesteigertes Wettrüsten.“ Rüstungskontrolle sei in der Region
dringend notwendig, betonte Neuneck.

Pjöngjang habe auch die regionale Sicherheit im Visier. „Wir
befinden uns in einem Weltumbruch: Die USA sind in Asien wieder
aktiv, die japanische Regierung will ihre eigene Verfassung erweitern
und auch Militär ins Ausland senden können“, sagte der Experte. Dass
Nordkorea wie angegeben eine Wasserstoffbombe getestet hat,
bezweifelt Physiker Neuneck: „Eine klassische Wasserstoffbombe war
das definitiv nicht, sondern eine fusionsverstärkte Spaltbombe, eine
Wasserstoffbombe hätte eine tausendfach stärkere Sprengkraft.“

Pressekontakt:
Neue Presse Hannover
Petra Rückerl
Telefon: +49 511/5101-2264
rueckerl@neuepresse.de

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