Neue Westfälische (Bielefeld): Ärztekammepräsident hält Sterbehilfe für denkbar

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Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer
Westfalen-Lippe, hält Sterbehilfe als letztes Mittel für denkbar. „In
ganz bestimmten Fällen, bei einer intensiven Arzt-Patient-Beziehung,
kann der nächste Schritt nach der üblichen Schmerztherapie eine
Erhöhung der Dosis sein – wohlwissend, dass diese zum Atemstillstand
führen kann“, sagte Windhorst der Neuen Westfälischen Zeitung in
Bielefeld (Freitagsausgabe). Die Palliativmedizin greift
üblicherweise auf Morphine, also starke Schmerzmittel, sowie
Stimmungsaufheller zurück. Ihr oberstes Ziel ist, ein Minimum an
Lebensqualität sowie Schmerzfreiheit zu erreichen. Gelingt ihr dies
nicht, erfolgt eine Erhöhung der Dosis. „Ein Arzt muss an der Stelle
das tun, was er ethisch verantworten kann“, so Windhorst. Die Tötung
auf Verlangen hingegen verurteilt Windhorst jedoch ebenso wie den
Todes-Tourismus in die Niederlande. Hier werde die Berechtigung für
Todesgesuche drastisch nach unten gesetzt, und der Patienten, der
temporär über den Verlust von Lebensqualität klagt, in den Tod
geschickt.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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