Neue Westfälische (Bielefeld): Cybermobbing: 15 Prozent der Betroffenen Schüler nimmt Tabletten oder trinkt Alkohol

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Cybermobbing unter Schülern ist ein wachsendes,
ernst zu nehmendes Problem. Darauf hat der Vorstandsvorsitzende des
Bündnisses gegen Cybermobbing, Uwe Leest, im Gespräch mit der in
Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Freitagausgabe)
hingewiesen. Rund 17 Prozent aller Schülerinnen und Schüler seien
nach einer Erhebung des Bündnisses bisher Opfer von
Cybermobbing-Attacken geworden. Darunter fallen Beschimpfungen,
Beleidigungen, Gerüchte und Verleumdungen. Fast 15 Prozent der von
diesen Attacken betroffenen Kinder und Jugendlichen bekämpften die
seelischen Folgen dieser Angriffe mit Alkohol oder Tabletten. „Das
ist für mich ein Alarmsignal“, so Leest. Die Folgen der Cyberattacken
in sozialen Netzwerken sowie Chatforen im Internet seien zumeist
langfristig. Mehr als ein Fünftel der Opfer fühle sich dauerhaft
belastet, ergab die Befragung von Eltern, Lehrern und Schülern. „Ich
würde mir wünschen, dass die Gesellschaft diese Themen den Menschen
näher bringt“, sagte Leest. Lehrer seien hier in einer
Schlüsselposition. „Lehrer sehen das Problem. Aber sie haben weder
das Wissen noch das Handwerkszeug, um Eltern und Schüler zu
informieren.“ Leest forderte die Politik hier zum Handeln auf. Auch
die sozialen Netzwerke wie Facebook oder Twitter „stehen in einer
sehr großen Verantwortung“, ist Leest überzeugt. Er forderte sie zu
eigenen Anstrengungen auf, Cybermobbing zu bekämpfen. Das jüngste
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts gegen den Suchmaschinenbetreiber
Google zum besseren Schutz der Persönlichkeitsrechte nannte Leest
„richtungsweisend“.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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