Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Forderungen zur Flüchtlingshilfe Neue Situation Hubertus Gärtner

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Erst nachdem es Misshandlungen in
nordrhein-westfälischen Flüchtlingsheimen gegeben hat, fühlen sich
zahlreiche Verantwortliche in Politik und Gesellschaft aufgerufen,
eine menschenwürdigere Unterbringung von Asylsuchenden und mehr
finanzielle Mittel dafür zu fordern. Eine solche Aussage klingt
zynisch, aber sie hat leider trotzdem einen wahren Kern: Lange Zeit
hat das Schicksal der Flüchtlinge in Deutschland kaum jemanden
interessiert. Abschiebungen, Aufnahmelager – das waren vermeintlich
eher Themen für Außenseiter, Gutmenschen und unverbesserliche
Humanisten. Doch jetzt hat sich die Situation schlagartig verändert.
Angesichts des gewaltigen Stroms von Flüchtlingen kann vor den
Problemen, die absehbar waren, niemand mehr die Augen verschließen.
Wie gut, dass das auch viele einfache Bürger nicht tun wollen. In OWL
und anderswo gibt es eine Welle der Hilfsbereitschaft. Die Not der
Flüchtlinge rührt uns plötzlich an. Bleibt zu hoffen, dass diese
Emotionen von nachhaltiger Natur sind.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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