Neue Westfälische (Bielefeld): Nordkoreas Drohungen Atomare Widersprüche DIRK HAUTKAPP, WASHINGTON

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Vertrauenerweckend ist etwas anderes. Während
Nordkoreas spätpubertierender Staatschef vor den Augen der
Weltöffentlichkeit weiter mit dem Feuer spielt, schafft Washington
mit widersprüchlichen Einschätzungen über die atomare
Erstschlagsfähigkeit des Regimes zusätzliche Verunsicherung. Der
Militärgeheimdienst meint mit limitiertem Zutrauen in die eigene
Analyse: Pjöngjang kann es. Das Verteidigungsministerium selbst und
der oberste Geheimdienstkoordinator der USA wiegeln ab: Noch hat das
kommunistische Land nicht vollständig bewiesen, dass es den
zugespitzten Drohungen der vergangenen Wochen Taten folgen lassen
könnte. Was wie Haarspalterei anmutet, illustriert einen erschreckend
großen schwarzen Fleck. Die Supermacht USA blickt nicht wirklich
durch, was in der bizarren Hungerdiktatur läuft. Allein schon das ist
ein Grund, die ausgeprägte Abneigung vor der Aufnahme direkter
Kontakte mit Kim Jong-Un aufzugeben und den in dritter Generation
amtierenden Erpresser durch Verhandlungen einzuhegen. Wenn sich die
Expertise des Militärs hingegen bestätigen sollte, reichen die
Kollateralschäden über die koreanische Halbinsel hinaus. Pjöngjang
hat schon vor Jahren diverse Raketentechnologien in den Iran
exportiert. Wenn Kim tatsächlich die Bombe abschussfertig haben
sollte, und sei es auch eine kleine, ist das Risiko erheblich, dass
die Mullahs in Teheran mit ihrem Atomprogramm weiter sind als bislang
angenommen.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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